Artgerechte Hundeernährung – Alles was Du wissen musst Teil 2

 




Hochwertiges Hundefutter für eine gesunde Ernährung

Eine gesunde und artgerechte Hundeernährung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Im Handel gibt es dazu eine ganze Reihe von Futtermitteln für Hunde. Neben den konventionellen Fertigfuttermitteln kannst du dich aber auch für das Barfen entscheiden, um deinen Hund möglichst artgerecht und naturnah ernähren zu können. Eine Kombination aus verschiedenen Fütterungsarten ist ebenso möglich. Wichtig ist letztendlich, dass dein Hund durch die Wahl der Futtermittel alle für ihn notwendigen Nährstoffe in ausreichendem Umfang erhält.



 

Hochwertiges Hundefutter erkennen

Mit dem täglichen Futter sollte dein Hund alles aufnehmen, was er zum Leben benötigt. Ein hochwertiges Hundefutter enthält demnach alle wichtigen Nährstoffe in einer ausreichenden und ausgewogenen Zusammensetzung. Um zu erkennen, kann zunächst ein Blick auf die Zutatenliste helfen. Die Reihenfolge, in der die Zutaten aufgeführt werden, gibt Aufschluss darüber, in welchem Verhältnis diese zugefügt wurden. Die Zutaten, die du an erster Stelle findest, sind demnach in hohen Anteilen enthalten.

In hochwertigen Futtermitteln sollten Inhaltsstoffe wie Farb- und Aromastoffe, Zucker oder Konservierungsmittel möglichst nicht enthalten sein. Bei Fleischmehlen, pflanzliche Zutaten, Rohasche und Rohfaser kann es sich jedoch um durchaus hochwertige Komponenten eines Hundefutters handeln. Bei Rohasche handelt es sich um verschiedene Inhaltsstoffe wie Mineralstoffe oder Salze. Diese Asche würde als anorganische Komponente übrig bleiben, wenn das Futter bei hohen Temperaturen verbrannt werden würde. Der Anteil von drei bis fünf Prozent an Rohasche gilt dabei als ungefährer Richtwert und sollte nicht überschritten werden. Zu hohe Anteile können gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen, beispielsweise Zahnstein oder Nierenschäden. Die Rohfaser im Hundefutter bezeichnet hingegen die Ballaststoffe. Durch geringe Anteile dieser Ballaststoffe, in Höhe von in der Regel zwei bis drei Prozent, kann die Verdauung eines Hundes reguliert werden. In speziellen Hundefutterarten kann der Anteil an Rohfaser auch einmal höher sein, beispielsweise bei Senioren- oder Diätfutter.

 

Unterschiede der Fertigfuttermittel

Fertigfuttermittel erhältst du im Handel in vielen Variationen zur Auswahl. Für jede Lebenslage wird Hundefutter angeboten. Dies lässt sich grob in Allein- und Ergänzungsfuttermittel einteilen. Alleinfuttermittel enthält dabei alle wichtigen Nährstoffe und kann als alleiniges Futtermittel gereicht werden. Handelt es sich hingegen um Ergänzungsfutter, dann ist eine ausgewogene Ernährung nur möglich, indem eine Kombination mit anderen Futtermitteln gewählt wird.

Darüber hinaus ist zudem noch eine Einteilung in Trocken- und Feuchtfutter möglich. Beide Arten haben ihre eigenen Vor- und Nachteile: Trockenfutter verfügt über einen sehr geringen Anteil an Feuchtigkeit und ist dadurch sehr energiereich. Aufgrund der hohen Energiedichte benötigst du von diesem Futter dementsprechend weniger, wodurch oftmals eine Kostenersparnis möglich ist. Zudem kannst du auf den Kauf großer Kartons oder Tüten verzichten. Der Verpackungsmüll hält sich somit in Grenzen, denn es fallen nicht je Mahlzeit Verpackungen in Form von Schälchen oder Konserven an. Aufgrund der trockenen Konsistenz muss dein Tier allerdings eine Menge an separater Flüssigkeit zu sich nehmen. Bei Hunden, die nur schwer zum Trinken zu animieren sind, ist dieses Futter somit eher ungeeignet. Zudem riecht Trockenfutter häufig nicht so intensiv, wie Nassfutter.

Nassfutter wird auch als Feucht- oder Dosenfutter bezeichnet. Es wird häufig in portionsgerechten Dosen oder Schalen angeboten, wodurch viel Verpackungsmüll anfällt. Der Anteil an Wasser liegt bei dieser Futterart häufig zwischen 40 bis 60 Prozent und kann sogar noch höher ausfallen. Dadurch nimmt ein Hund mit dem Futter bereits viel Flüssigkeit auf. Auf die zusätzliche Wassergabe kann jedoch nicht verzichtet werden. Aufgrund des hohen Wassergehalts im Futter kann ein Hund mit der Mahlzeit zumindest mengenmäßig mehr Futter aufnehmen. Dies kann sich als Vorteil für übergewichtige Hunde, die gerne viel fressen, erweisen. Ein weiterer Vorteil von Nassfutter liegt häufig in der besseren Akzeptanz, denn das Futter riecht und schmeckt in der Regel deutlich intensiver.

Trockenfutter

Ob Trockenfutter einen Vorteil in der Zahnhygiene bietet, ist hingegen umstritten. Zwar bleibt feuchtes Futter aufgrund der Konsistenz zunächst schneller an den Zähnen haften, aber auch die Krümel von Trockenfutter können sich in den Zahnzwischenräumen festsetzen. Ein erhöhter Abrieb von Zahnbelag durch das Kauen des trockenen Futters ist auch umstritten. Zumal die Stückchen für einen ausreichenden Abrieb in der Regel fester und deutlich größer sein müssten, damit tatsächlich Effekte erzielt werden könnten.

Zwischenfazit

Bei beiden Futterarten hast du die Wahl zwischen Futter verschiedener Hersteller und Qualitäten, wodurch es letztendlich beim Halter selbst liegt, auf welches Hundefutter die Entscheidung fällt oder ob eine Kombination aus beiden Fütterungsarten angestrebt wird.

 

Barfen als Alternative zu Fertig-Hundefutter

Als Alternative zu konventionellem Hundefutter besteht die Möglichkeit, deinen Hund über das sogenannte Barfen zu füttern. Beim Füttern über B.A.R.F. (bones and raw food) wird auf die Gabe von vorzugsweise rohem Futter und Knochen gesetzt. Damit soll der natürliche Speiseplan des Hundes möglichst gut abgebildet werden. Die Ernährung setzt sich beim Barfen häufig wie folgt zusammen:

  • rohes Fleisch
  • Innereien
  • Knochen
  • pflanzliche Nahrungsmittel wie Gemüse oder Obst
  • Supplemente wie Vitamine und Mineralstoffe

Den Speiseplan kannst du beim Barfen individuell an die Bedürfnisse deines Hundes anpassen. In den Futternapf kommt somit nur das, was dein Hund wirklich zum Leben braucht. Auf unnötige Zusätze kann vollständig verzichtet werden. Dadurch erhältst du ein hohes Maß an Kontrolle, was sich auch bei Unverträglichkeiten oder Krankheiten eines Hundes als Vorteil erweisen kann. Sollte dein Hund einen Inhaltsstoff nicht vertragen, kannst du diesen beim Barfen sehr leicht ersetzen. Dadurch eignet sich Barfen besonders gut für Hunde mit Futterunverträglichkeiten oder Krankheiten.

Beim Barfen ist es allerdings wichtig, sich detailliert über die benötigten Inhaltsstoffe zu informieren, auf die Auswahl der Zutaten wert zu legen und auf eine penible Hygiene und sachgerechte Zubereitung und Lagerung zu achten. Denn nur dann ist es möglich, den Hund ausgewogen zu ernähren und Gefahren wie Lebensmittelinfektionen, die beim falschen Umgang mit rohem Futter entstehen können, zu minimieren.

Hier kommst Du zum 1. Teil unseres Artikels wie Du hochwertiges Hundefutter erkennst.

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